Wer in ein neues Heim zieht, der sollte unbedingt eine Vorplanung der Finanzen machen, um zu schauen ob man sich den Umzug auch wirklich leisten kann. Denn fest steht: Ein Umzug, egal ob in ein Haus oder eine Wohnung, ist nicht günstig. Trotz der Planung kann man nie mit vollkommener Sicherheit sagen, wieviel Geld man benötigt. Denn: oft entstehen bei einem Umzug unvorhergesehene Kosten. Fragen Sie sich also vorher: Welche Kosten können entstehen?

Zunächst muss man bedenken, dass viele Vermieter eine Kaution für die neue Wohnung möchten. Diese beträgt im Normalfall das doppelte der Miete - somit entstehen direkt zum Einzug hohe Kosten für die neuen Mieter. Möchte man die Wohnung verschönern, fallen häufig Renovierungskosten an. Auch diese werden häufig unterschätzt: neben Farbe und Materialien muss man zudem einen geeigneten Fachmann kommen lassen - natürlich nur, wenn man nicht selbst zur Farbrolle greifen möchte. Der Vorbereitung auf den Umzug kostet natürlich auch Geld. Bevor es überhaupt losgeht, sollte man sich genügend Umzugskartons besorgen - und auch Verpackungsmaterial. Immerhin sollen die Gläser, Teller und Tassen - sowie andere zerbrechliche Schmuckstücke - nicht auf dem Weg ins neue Heim kaputtgehen.

Auch für den Weg zum neuen Wohnort fallen Kosten an, die gerne unterschätzt werden. Entweder beauftragt man ein Umzugsunternehmen, dass die fertigen Umzugskartons vom alten in das neue Zuhause bringt. Wenn man diese Aufgabe selbst übernimmt, muss zudem ein Umzugswagen organisiert werden - im Regelfall reicht der eigene Pkw hier aus Platzgründen nicht aus. Zudem sollte man an die Kosten möglicher Umzugshelfer denken. Und selbst wenn es nur Freunde und Bekannte sind, die beim Umzug mit anpacken: ein bisschen Geld für die Verköstigung der fleißigen Helfer - ob nun Pizza vom Lieferdienst, eine leckere Bratwurst vom Grill oder ein Bier nach getaner Arbeit - sollte auch eingeplant werden.

Ist erstmal alles im neuen Heim, scheitern viele auch an der Installation bestimmter Gegenstände oder dem Aufbau der neuen, bzw. zuvor auseinander gebauten, alten Möbel. In so einem Fall kann natürlich ein Experte gerufen werden - viele Möbelhäuser bieten beim Versand gegen Aufpreis auch einen Aufbaudienst an. Eventuell merkt man auch erst in der neuen Wohnung oder dem Haus, dass gewisse Möbel doch nicht so passen, wie zuvor geplant. Egal ob nun von der Größe oder dem Aussehen. Ist das so, oder gehen Möbel beim Umzug sogar kaputt, sollte man Geld für neue Möbel übrig haben.

Zu guter Letzt ist auch der anfallende Papierkram nicht umsonst. Für das Um- oder Anmelden von Telefon und Internet fallen genauso Gebühren an wie für den geänderten Personalausweis. Sobald Sie nämlich einen neuen, festen Wohnsitz haben, sollte dieser unbedingt im Ausweis genannt werden. Wer sich nicht daran hält, muss bei einer Ausweiskontrolle mit teuren Bußgeldern rechnen. Gleiches gilt für den Pkw, der umgemeldet werden muss. Außerdem kann es sein, dass für Sie oder die Umzugshelfer Parkgebühren anfallen, da man vollbepackt mit Umzugskartons gerne möglichst nahe an der Haustüre des neuen Heims parkt. Auch einen Nachsendeauftrag sollte man einrichten, damit wichtige Post auch in den Monaten nach dem Umzug an die neue Adresse gesendet wird.

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